Gedruckte vs. holografische Sicherheit

Sind Hologramme sicherer als gedruckte Codes?

Gedruckt heißt nicht unsicher. Holografisch heißt nicht unkopierbar. Wer alle gedruckten Sicherheitsmerkmale in einen Topf wirft, vergleicht Herstellungsverfahren – nicht Sicherheitsverfahren.

Das Argument, das Sie vielleicht gehört haben

„Ein guter Drucker schlägt jede Handykamera.“

Manche Argumente gegen gedruckte Sicherheit reduzieren die Echtheitsprüfung auf ein Wettrennen zwischen Druckern und Smartphone-Kameras: Kann ein Drucker das Bild reproduzieren, besteht die Kopie.

Damit wird die entscheidende Frage übersprungen: Was muss eine Fälschung reproduzieren, um die Prüfung zu bestehen? Einen sichtbaren Effekt? Eine individuelle Sicherheitsstruktur? Eine gültige Identität, die einem bestimmten Produkt zugeordnet ist?

Genau dort sollte der Vergleich beginnen.

Angriff 1 · Copy Detection Patterns

Am Limit gedruckt.
Am Limit kopiert.

Ein Copy Detection Pattern ist ein feines Rauschmuster, das in maximaler Druckauflösung in oder neben einen Code gedruckt wird. Der Scan prüft, ob Details verloren gegangen sind – in der Annahme, dass eine Kopie immer unschärfer wird. Forschende der Universität Genf haben diese Annahme mit Machine Learning überprüft:

So wird ein Copy Detection Pattern geklontIn der Forschung dokumentiert, 2019–2024
1Echte gedruckte Codes sammeln und hochauflösend scannen.
2Ein Machine-Learning-Modell trainieren, das aus dem Druck das digitale Muster rekonstruiert.
3Das rekonstruierte Muster auf einer Industriedruckmaschine nachdrucken – derselben Maschinenklasse wie beim Original.
✓ Akzeptiert
4Mit Standard-Prüfmetriken prüfen.
✗ Klon nicht zuverlässig erkannt

Standard-Prüfmetriken können Original und Fälschung laut Studie „nicht zuverlässig unterscheiden“.1 Auf industriellen HP-Indigo-Maschinen waren die Fälschungen „wahrnehmungsmäßig und statistisch noch schwerer zu unterscheiden“.2

Ein erfolgreicher Angriff entlarvt ein Prüfverfahren. Er diskreditiert nicht jede gedruckte Sicherheitstechnologie.

Die Forschung hat Machine-Learning-Angriffe auf bestimmte Copy Detection Patterns und Prüfverfahren gezeigt – und als Antwort darauf bessere Prüfverfahren.2 Entscheidend ist immer: Welche Merkmale wurden rekonstruiert, welche Prüfungen überwunden, unter welchen Bedingungen? Diese Ergebnisse auf jedes gedruckte Sicherheitsmerkmal zu übertragen, ist ein Schluss, den die Belege nicht tragen.

Angriff 2 · Hologramme

Der holografische Effekt
ist erst der Anfang.

Ein geprägtes Hologramm ist eine hergestellte optische Struktur – gefertigt von einem Metallmaster und mit denselben Techniken reproduzierbar: Relief abnehmen, galvanisch abformen, erneut prägen.3 Sein Aussehen allein belegt nicht, dass ein Label echt ist.

So wird ein geprägtes Hologramm nachgebildetIllustration der Hologramm-Replikation
1Ein echtes Label vom Träger lösen – das geprägte Relief liegt frei.
2Das Relief galvanisch in Nickel abformen. Ergebnis: ein Metallmaster genau dieser Oberfläche.
3Vom Master Kopien prägen – oder das Hologramm komplett neu originieren, für die besten Fälschungen.
Nachbildung erstellt
4Besteht die Nachbildung die Echtheitsprüfung? Das erfordert einen systemspezifischen Test.
Aussehen reproduziert ≠ Echtheit belegt

Überall dort, wo ein Hologramm mit dem Auge geprüft wird, braucht eine Fälschung nur das Aussehen: In einer geprüften Charge beschlagnahmter Steuer-Hologramme waren 870 von 894 gefälscht.4

Und app-geprüfte Hologramm-Labels? Ein Anbieter solcher Labels schreibt in seinem eigenen Patent über die Grundmerkmale optischer Sicherheit:

„Such security features may, in the case of complete knowledge, be replicated at least up to such an extent that the replicate stands up to an examination by means of a – comparatively coarsely resolving – camera.“US 11,390,107 B2, Summary of the invention5 – sinngemäß: Solche Sicherheitsmerkmale lassen sich bei vollständiger Kenntnis zumindest so weit nachbilden, dass die Nachbildung einer Prüfung mit einer vergleichsweise grob auflösenden Kamera standhält.

Das Patent unterscheidet diese reproduzierbaren Grundmerkmale von zufällig ausgewählten Anteilen, die einzelne Labels schwerer nachbildbar machen sollen – in seinen Worten: die Nachbildung „erschweren“. Diese Unterscheidung ist wichtig: Das Sicherheitsargument hängt an einer konkreten Konstruktion und ihrer Prüfung – nicht am Wort „Hologramm“. Welche Nachbildungen der vollständige Prozess tatsächlich zurückweist, ist die Frage, die jeder Einkäufer stellen sollte.

Wie gut automatisierte Hologramm-Prüfungen standhalten, ist eine offene Forschungsfrage. Eine Studie zur Hologramm-Verifikation von 2026 hält fest, dass die Fähigkeit bestehender Verfahren, reale dynamische Fälschungen (z. B. handgefertigte Hologramme) zu erkennen, „bislang nicht evaluiert“ wurde – und dass nur wenige davon auf neue, unbekannte Angriffe verallgemeinern.6

Was das für eine Marke bedeutet: ein Folienlabel auf jeder Einheit, getrennt vom Etikettendesign aufgebracht, eine App für jeden, der prüft – und ein Sicherheitsversprechen, das davon abhängt, wie genau dieses System getestet wurde.

Der Nachdruck-Test · Crypto-Optical Technology

Das Aussehen reproduzieren.
Dann die Echtheit prüfen.

Die Crypto-Optical Technology kombiniert individuell konfigurierte Bitblock-Strukturen, kryptografische Identitätsprüfungen und Scan-Monitoring. Einen sichtbaren Code zu reproduzieren, ist nur ein Teil der Aufgabe: Die Sicherheitsstruktur muss die Prüfung bestehen, die Identität muss zum zugeordneten Produkt passen, und verdächtige Mehrfachnutzung muss erkannt werden.

Crypto-Optical Technology
Ein Industrie-Nachdruck eines Crypto-Optical-Codes – und was der Scan sagtSelbst testen · Sample Kit
authentic.network Sicherheitssticker
1Einen echten Code nehmen und hochauflösend scannen. Der Glitzereffekt ist ein zusätzliches optisches Merkmal. Die Sicherheit sitzt im grünen Rahmen.
authentic.network Sicherheitssticker
2Code und grünen Rahmen nachbauen – optisch übereinstimmend.
authentic.network Sicherheitssticker
3Auf einer Industriedruckmaschine in hoher Auflösung nachdrucken.
authentic.network Sicherheitssticker
✗ Nicht original
4Mit jeder Handykamera scannen, ohne App. Die nachgebildete Sicherheitsstruktur besteht die Prüfung nicht.
✓ Kopie abgelehnt

Der Industrie-Nachdruck in unserem Sample Kit reproduziert das Aussehen – besteht die Prüfung aber nicht: Der Scan zeigt Nicht original. Scannen Sie Original und Nachdruck selbst.

✗Copy Detection Pattern

ML-Klon – Standard-Metriken konnten ihn nicht zuverlässig unterscheiden.

?Hologramm-Label

Aussehen reproduzierbar – Echtheit hängt am konkreten System.

✓Crypto-Optical Technology

Industrie-Nachdruck – besteht die Prüfung nicht. Testen Sie es mit dem Sample Kit.

Warum es hält · Crypto-Optical Technology

Die Auflösung eines Druckers
beantwortet keine dieser Fragen.

Die Crypto-Optical Technology hängt nicht davon ab, wie scharf ein Druck ist oder wie eine Oberfläche glitzert. Drei Schutzebenen:

Crypto-Optical Technology
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Ebene 1 · StrukturBesteht die Sicherheitsstruktur?

Jeder Code trägt individuell konfigurierte Bitblock-Manipulationen. Der Scan wertet diese Struktur aus – nicht nur eine Seriennummer.

Ebene 2 · IdentitätPasst die Identität zum Produkt?

Die Identität des Codes ist mit seinen Produktdaten verknüpft, mit zusätzlichen kryptografischen Prüfungen in der Verifikation.

Ebene 3 · VerhaltenIst die Nutzung plausibel?

Jeder Scan wird mit Zeit und Ort erfasst. Auffällige Mehrfachnutzung derselben Identität wird zur Prüfung markiert.

Der Glitzereffekt auf unserem Sticker ist ein zusätzliches optisches Merkmal – die Prüfung hängt nicht davon ab. Jede Handykamera, keine App. Gedruckt in Standard-CMYK von authentic.network über einen qualifizierten Industriedruck-Partner – in Ihr Etikett oder als fertiger Sticker.

Belege vergleichen

Sechs Fragen an jeden
Anbieter – auch an uns.

  1. Welche Nachbildungen und Angriffsmethoden wurden getestet?Eine Fotokopie ist kein Angriff. Ein Industrie-Nachdruck, ein Machine-Learning-Klon und eine galvanische Abformung sind es.
  2. Wer hat getestet – der Anbieter selbst oder jemand Unabhängiges?
  3. Wird ein individuelles Sicherheitsmerkmal geprüft – oder nur eine gültige Kennung?
  4. Wie oft wurden Fälschungen akzeptiert – und Originale abgelehnt?
  5. Braucht jeder, der prüft, die App des Anbieters?Kunden, Händler, Werkstätten, Zoll.
  6. Was braucht jede Einheit zusätzlich – und wie werden Mehrfachnutzung und falsche Produktzuordnung behandelt?
150+ Länder, in denen Produkte mit dem Code verkauft werden
Patentiert Crypto-Optical Technology
ISO 27001 zertifiziertes Hosting
Made in Germany entwickelt und ansässig in Chemnitz

Uns vertrauen LIQUI MOLY , BOSCH , STIHL und Chillington – und öffentliche Institutionen wie die Bundesregierung.

Fragen

Zur Technologie.

Was ist die Crypto-Optical Technology?

Die Crypto-Optical Technology ist die patentierte Authentifizierungstechnologie von authentic.network. Sie legt um einen gedruckten Code auf dem Produkt eine Sicherheitsschicht aus gezielt manipulierten Bitblöcken, angeordnet nach einem kryptografischen Schlüssel. Der Code bleibt lesbar wie jeder andere, doch Fotografieren, Scannen oder Nachdrucken zerstört die Manipulationen – eine Reproduktion besteht die Verifizierung nicht.

Was ist ein Bitblock?

Ein Bitblock ist eine kleine Gruppe von Druckpunkten, die gezielt manipuliert wurden, um digitale Information zu tragen. Zusammen bilden die Bitblöcke eines Codes ein Muster, das aus einem kryptografischen Schlüssel erzeugt wird. Eine Smartphone-Kamera liest sie aus; Fotografieren, Scannen oder Nachdrucken zerstört sie – eine Kopie fällt bei der Prüfung durch.

Lässt sich der Code kopieren?

Der sichtbare QR-Code lässt sich nachdrucken, das Sicherheitsmuster übersteht die Kopie aber nicht: Fotografieren, Scannen oder Nachdrucken zerstört die manipulierten Bitblöcke. Das Ergebnis sieht aus wie der Code, ist aber keine Kopie davon – und besteht die Verifizierung nicht.

Lässt sich ein kopiererkennender Code mit einem hochauflösenden Drucker nachdrucken?

Nein – und das liegt nicht an der Druckauflösung. Codes, die darauf setzen, dass eine Kopie unscharf wird (Copy Detection Patterns), hängen davon ab, was eine Handykamera auflösen kann – und Forschung der Universität Genf (2021) hat gezeigt, dass sie sich mit Industriedruckern klonen lassen. Crypto-Optical Technology arbeitet anders: Bit-Block-Manipulation legt die Sicherheit in die Struktur des Codes selbst. Ein Nachdruck reproduziert das Bild, nicht die Struktur – und fällt beim Scan durch, egal welcher Drucker ihn gemacht hat. Das Sample Kit enthält genau das: ein Original und einen industriell gedruckten, hochauflösenden Nachdruck. Scannen Sie beide.

Was ist der Unterschied zu einem Standard-QR-Code?

Ein Standard-QR-Code identifiziert ein Produkt: Er sagt, was der Artikel zu sein behauptet. Er lässt sich perfekt kopieren – eine Fälschung mit demselben Code scannt identisch. Die Crypto-Optical Technology authentifiziert: Sie bestätigt, dass der Artikel vor Ihnen das Original ist, zu dem diese Angabe gehört.

Brauchen wir spezielle Tinten, Drucker oder Hardware?

Nein. authentic.network produziert die Markierung über einen qualifizierten Industriedruck-Partner. Sie erhalten sie entweder als fertigen Sticker oder integriert in Ihr Etikettendesign und zusammen mit dem Etikett produziert. In beiden Fällen sind keine neuen Maschinen und keine Spezialtinten nötig.

Funktioniert die Verifizierung ohne Internetverbindung?

Ja. Die Antwort ergibt sich aus der Markierung selbst, statt auf einem Server nachgeschlagen zu werden – mit der authentic App funktioniert die Verifizierung daher auch offline. Das zählt bei Grenzkontrollen, in Lagern und in Regionen mit unzuverlässigem Netz.

Funktionieren unsere bestehenden Scanner und Systeme weiter?

Ja. Die Markierung bleibt ein lesbarer Standardcode – alles, was heute Codes liest, liest auch sie. Die kryptooptische Schicht kommt um den Code herum hinzu, statt ihn zu ersetzen. Deshalb ergänzt die Technologie Ihre bestehenden Standards um Vertrauen, statt eine Migration zu erzwingen.

Welche Daten erfasst authentic.network?

Verifizierungsscans: wann und wo eine Markierung geprüft wurde und ob sie bestanden hat. Damit das System funktioniert, müssen Sie keine vollständigen Lieferketten-Ereignisdaten übergeben.

Selbst sehen

Beurteilen Sie Sicherheit nicht an der Oberfläche.
Testen Sie, was besteht.

Ein Original. Ein Industrie-Nachdruck. Vergleichen. Scannen. Sehen Sie den Unterschied zwischen echt aussehen und die Echtheitsprüfung bestehen.

Sample Kit
authentic.network Sicherheitssticker
✓ Original
AOriginal
authentic.network Sicherheitssticker
✗ Nicht original
BIndustrie-Nachdruck

Das Kit zeigt dieses Paar aus Original und Nachdruck. Für Ihr Produkt ist der nächste Schritt, Verpackung, Produktionsbedingungen und Prüfanforderungen zu bewerten.

  1. 1 · Chaban, Taran, Tutt, Holotyak, Bonev, Voloshynovskiy (Universität Genf): Machine learning attack on copy detection patterns: are 1×1 patterns cloneable?, 2021. Davor: Taran, Bonev, Voloshynovskiy, Clonability of anti-counterfeiting printable graphical codes, 2019.
  2. 2 · Chaban, Pulfer, Voloshynovskiy (Universität Genf): Assessing the viability of synthetic physical copy detection patterns on different imaging systems, 2024 – Fälschungen auf HP Indigo 5500/7600 nachgedruckt.
  3. 3 · J. Wallace, Laser Focus World: Foiling counterfeiters – mechanisches Kopieren, Kontaktkopie, Zwei-Stufen-Kopie und Neu-Origination geprägter Hologramme.
  4. 4 · The Tribune, 18 June 2021: 870 liquor holograms found fake – 894 Steuer-Hologramme, geprüft von der Security Printing Press, Hyderabad.
  5. 5 · US 11,390,107 B2, Object marking for optical authentication and method for producing same, veröffentlicht am 19. Juli 2022, Summary of the invention.
  6. 6 · Pouliquen, Chiron, Chazalon, Géraud, Awal: Verification of Dynamic Holographic Behavior in Identity Documents, 2026 – Hologramme auf Ausweisdokumenten; kein Test eines bestimmten Produkts.
  7. Vergleiche beschreiben Prüfprinzipien nach Kategorie. Einzelne Produkte können abweichen. Keine Aussage zu Kosten oder Qualität von Produkten Dritter.