Jeder Code trägt individuell konfigurierte Bitblock-Manipulationen. Der Scan wertet diese Struktur aus – nicht nur eine Seriennummer.
Sind Hologramme sicherer als gedruckte Codes?
Gedruckt heißt nicht unsicher. Holografisch heißt nicht unkopierbar. Wer alle gedruckten Sicherheitsmerkmale in einen Topf wirft, vergleicht Herstellungsverfahren – nicht Sicherheitsverfahren.
„Ein guter Drucker schlägt jede Handykamera.“
Manche Argumente gegen gedruckte Sicherheit reduzieren die Echtheitsprüfung auf ein Wettrennen zwischen Druckern und Smartphone-Kameras: Kann ein Drucker das Bild reproduzieren, besteht die Kopie.
Damit wird die entscheidende Frage übersprungen: Was muss eine Fälschung reproduzieren, um die Prüfung zu bestehen? Einen sichtbaren Effekt? Eine individuelle Sicherheitsstruktur? Eine gültige Identität, die einem bestimmten Produkt zugeordnet ist?
Genau dort sollte der Vergleich beginnen.
Am Limit gedruckt.
Am Limit kopiert.
Ein Copy Detection Pattern ist ein feines Rauschmuster, das in maximaler Druckauflösung in oder neben einen Code gedruckt wird. Der Scan prüft, ob Details verloren gegangen sind – in der Annahme, dass eine Kopie immer unschärfer wird. Forschende der Universität Genf haben diese Annahme mit Machine Learning überprüft:
Ein erfolgreicher Angriff entlarvt ein Prüfverfahren. Er diskreditiert nicht jede gedruckte Sicherheitstechnologie.
Die Forschung hat Machine-Learning-Angriffe auf bestimmte Copy Detection Patterns und Prüfverfahren gezeigt – und als Antwort darauf bessere Prüfverfahren.2 Entscheidend ist immer: Welche Merkmale wurden rekonstruiert, welche Prüfungen überwunden, unter welchen Bedingungen? Diese Ergebnisse auf jedes gedruckte Sicherheitsmerkmal zu übertragen, ist ein Schluss, den die Belege nicht tragen.
Der holografische Effekt
ist erst der Anfang.
Ein geprägtes Hologramm ist eine hergestellte optische Struktur – gefertigt von einem Metallmaster und mit denselben Techniken reproduzierbar: Relief abnehmen, galvanisch abformen, erneut prägen.3 Sein Aussehen allein belegt nicht, dass ein Label echt ist.
Überall dort, wo ein Hologramm mit dem Auge geprüft wird, braucht eine Fälschung nur das Aussehen: In einer geprüften Charge beschlagnahmter Steuer-Hologramme waren 870 von 894 gefälscht.4
Und app-geprüfte Hologramm-Labels? Ein Anbieter solcher Labels schreibt in seinem eigenen Patent über die Grundmerkmale optischer Sicherheit:
„Such security features may, in the case of complete knowledge, be replicated at least up to such an extent that the replicate stands up to an examination by means of a – comparatively coarsely resolving – camera.“US 11,390,107 B2, Summary of the invention5 – sinngemäß: Solche Sicherheitsmerkmale lassen sich bei vollständiger Kenntnis zumindest so weit nachbilden, dass die Nachbildung einer Prüfung mit einer vergleichsweise grob auflösenden Kamera standhält.
Das Patent unterscheidet diese reproduzierbaren Grundmerkmale von zufällig ausgewählten Anteilen, die einzelne Labels schwerer nachbildbar machen sollen – in seinen Worten: die Nachbildung „erschweren“. Diese Unterscheidung ist wichtig: Das Sicherheitsargument hängt an einer konkreten Konstruktion und ihrer Prüfung – nicht am Wort „Hologramm“. Welche Nachbildungen der vollständige Prozess tatsächlich zurückweist, ist die Frage, die jeder Einkäufer stellen sollte.
Wie gut automatisierte Hologramm-Prüfungen standhalten, ist eine offene Forschungsfrage. Eine Studie zur Hologramm-Verifikation von 2026 hält fest, dass die Fähigkeit bestehender Verfahren, reale dynamische Fälschungen (z. B. handgefertigte Hologramme) zu erkennen, „bislang nicht evaluiert“ wurde – und dass nur wenige davon auf neue, unbekannte Angriffe verallgemeinern.6
Was das für eine Marke bedeutet: ein Folienlabel auf jeder Einheit, getrennt vom Etikettendesign aufgebracht, eine App für jeden, der prüft – und ein Sicherheitsversprechen, das davon abhängt, wie genau dieses System getestet wurde.
Das Aussehen reproduzieren.
Dann die Echtheit prüfen.
Die Crypto-Optical Technology kombiniert individuell konfigurierte Bitblock-Strukturen, kryptografische Identitätsprüfungen und Scan-Monitoring. Einen sichtbaren Code zu reproduzieren, ist nur ein Teil der Aufgabe: Die Sicherheitsstruktur muss die Prüfung bestehen, die Identität muss zum zugeordneten Produkt passen, und verdächtige Mehrfachnutzung muss erkannt werden.




Der Industrie-Nachdruck in unserem Sample Kit reproduziert das Aussehen – besteht die Prüfung aber nicht: Der Scan zeigt Nicht original. Scannen Sie Original und Nachdruck selbst.
ML-Klon – Standard-Metriken konnten ihn nicht zuverlässig unterscheiden.
Aussehen reproduzierbar – Echtheit hängt am konkreten System.
Industrie-Nachdruck – besteht die Prüfung nicht. Testen Sie es mit dem Sample Kit.
Die Auflösung eines Druckers
beantwortet keine dieser Fragen.
Die Crypto-Optical Technology hängt nicht davon ab, wie scharf ein Druck ist oder wie eine Oberfläche glitzert. Drei Schutzebenen:

Die Identität des Codes ist mit seinen Produktdaten verknüpft, mit zusätzlichen kryptografischen Prüfungen in der Verifikation.
Jeder Scan wird mit Zeit und Ort erfasst. Auffällige Mehrfachnutzung derselben Identität wird zur Prüfung markiert.
Der Glitzereffekt auf unserem Sticker ist ein zusätzliches optisches Merkmal – die Prüfung hängt nicht davon ab. Jede Handykamera, keine App. Gedruckt in Standard-CMYK von authentic.network über einen qualifizierten Industriedruck-Partner – in Ihr Etikett oder als fertiger Sticker.
Sechs Fragen an jeden
Anbieter – auch an uns.
- Welche Nachbildungen und Angriffsmethoden wurden getestet?Eine Fotokopie ist kein Angriff. Ein Industrie-Nachdruck, ein Machine-Learning-Klon und eine galvanische Abformung sind es.
- Wer hat getestet – der Anbieter selbst oder jemand Unabhängiges?
- Wird ein individuelles Sicherheitsmerkmal geprüft – oder nur eine gültige Kennung?
- Wie oft wurden Fälschungen akzeptiert – und Originale abgelehnt?
- Braucht jeder, der prüft, die App des Anbieters?Kunden, Händler, Werkstätten, Zoll.
- Was braucht jede Einheit zusätzlich – und wie werden Mehrfachnutzung und falsche Produktzuordnung behandelt?